KI-basierte Auswertung von Wärmebildern für ein schnelleres Auffinden vermisster Personen
Bei der Suche nach vermissten Personen ist die Zeit bis zum Auffinden maßgeblich für die Überlebenschancen. Insbesondere in schwer zugänglichem Gelände wie im alpinen Raum werden daher neben Such- und Rettungshunden üblicherweise auch Helikopter eingesetzt. Diese durchsuchen mit speziellen Wärmebildkameras großflächige Gebiete nach Wärmesignaturen vermisster Personen. Die Auswertung der Wärmebilder erfolgt dabei bisher ausschließlich manuell durch die Einsatzkräfte. Inzwischen stehen jedoch auch Drohnen zur Verfügung, welche mit erheblich kleineren IR-Kameras ausgestattet sind und ebenfalls für eine großräumige Personensuche eingesetzt werden können. Zudem ermöglicht der Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) eine leistungsfähige Unterstützung durch automatisierte Mustererkennung. Beide Entwicklungen sollen genutzt werden, um die Effizienz der Vermisstensuche deutlich zu steigern und Einsatzkräfte zu entlasten.
Das Projekt KIResQ wird von einem Verbund aus Bayerischem Roten Kreuz (BRK; Team Sicherheitsforschung) als Verbundkoordinator, Eifert Systems GmbH, der Hochschule Kempten (HSK; 3Dvisionlab) und acht assoziierten Partnern durchgeführt und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.
Am Freitagabend trafen sich über 100 Such- und Rettungskräfte verschiedener Organisationen, um die Ergebnisse des KIResQ-Projektes unter realen Einsatzbedingungen zu testen. Die Übungsannahme der fiktiven Suchübung war: "9 Jugendliche im Gelände des Tegelberges vermisst". Die Übung wurde federführend vom BRK organisiert und fand unweit des berühmten Schloss Neuschwanstein statt. Vermisstendarsteller harrten im unwegsamen Gelände bis hoch im Klettersteig aus.
Die Entwicklung der Einsatztools war nur möglich durch die Motivation und das Engagement vieler verschiedener Menschen, und die unterschiedliche Expertise der drei Verbundpartner: die Vernetzung mit den Anwendern und die Kenntnis von Einsatzszenarien des BRK, die zuverlässige und übersichtliche Software von Eifert Systems GmbH und die Erfahrungen von KI-Einsatz in der Bildverarbeitung des IMS der Hochschule Kempten.
Das Team der BRK SiFo unterstützt nationale und internationale Projekte im Themenbereich Drohnen und technische Lösungen im Bevölkerungsschutz.
Webseite BRK
Die Hochschule Kempten vereint hochkarätige Ausbildung mit angewandter Forschung; im 3Dvisionlab bringen Forschende Maschinen das Sehen bei --- für die Qualitätsprüfung von Bauteilen bis hin zur Detektion von Personen in Infrarotbildern.
Webseite 3Dvisionlab (HSK)
Die Eifert Systems GmbH hat sich auf die Entwicklung von maßgeschneiderten Softwarelösungen zur Einsatzbearbeitung für Feuerwehren und Hilfsorganisationen spezialisiert.
Webseite Eifert Systems GmbH





